Zentrum für Kindesentwicklung und Familientherapie

Therapie und Supervision
 

AGB Psychotherapie / Familien- & Paartherapie

1. Vertragsgegenstand
Der Patient nimmt beim Therapeuten eine psychotherapeutische Behandlung in Form einer Einzel- oder in Form einer Familientherapie in Anspruch, einschließlich der ggf. dazu notwendigen Diagnose- und Testverfahren. Dabei können außer den wissenschaftlich anerkannten auch solche psychotherapeutischen Verfahren Anwendung finden, denen eine schulmedizinische Anerkennung fehlt und die den Regeln der Alternativmedizin folgen.

Wichtiger Hinweis: Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie hat im November 2008 die Systemtherapie (systemische Therapie) als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen anerkannt.

2. Honorar
Das Honorar berechnet sich nach dem jeweiligen Zeitaufwand der Behandlung.  Die Behandlung für Erwachsene beträgt 50 Minuten, für Kinder 45 Minuten. Wird während der Psychotherapiesitzung deutlich, dass die vorgesehene Zeit (50/45 Minuten) überschritten wird, wird dies durch den Therapeuten vorher angezeigt. Die Mehrkosten werden dann, bei zugestimmter Zeitüberschreitung  in Rechnung gestellt. Der Kostensatz wird dem Patienten vor Beginn der ersten Stunde mitgeteilt.

Das unverbindliche Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) findet keine Anwendung. Nach ca. 5 Sitzungen wird eine Rechnung erstellt. Eine Barzahlung ist grundsätzlich nicht möglich.

Andere Kostenträger: Die Abrechnung mit anderen Kostenträgern (Fachamt Jugend und Familie, Opferhilfe, etc) erfolgt zum jeweiligen verhandelten Kostensatz direkt. In dem Kostensatz enthalten sind kurze Telefonate und ein jährlicher Kurzbericht über den Hilfeverlauf. Der zeitliche Rahmen (45/50 Minuten bleibt bestehen).

3. Kostenaufklärung:  

Heilpraktiker nehmen nicht am System der gesetzlichen Krankenversicherung teil. Gesetzlich Krankenversicherte erhalten deshalb grundsätzlich keine Erstattung der Behandlungskosten seitens ihrer Krankenkasse. Über etwaige Ausnahmen (z.B. freiwillige Satzungsleistungen, Systemversagen) informieren Sie sich bitte bei Ihrer Krankenkasse vor Aufnahme der Behandlung. Versicherte bei privaten Krankenkassen mit Voll- oder Zusatzversicherung und beihilfeberechtigte Patienten können einen Erstattungsanspruch ihrer Behandlungskosten gegenüber ihrer Versicherung / ihrem Beihilfeträger haben. Dieser ist vor Beginn der Therapie vom Patienten abzuklären. Ebenso hat dieser das Erstattungsverfahren mit seiner Privatkrankenversicherung stets eigenverantwortlich durchzuführen. Die Erstattungen sind in der Regel auf die Sätze des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker beschränkt. Etwaige Differenzen zwischen den Beträgen aus dem Gebührenverzeichnis und dem vertraglich vereinbarten Heilpraktiker-Honorar sind vom Patienten zu tragen.

Die Ergebnisse sämtlicher Erstattungsverfahren haben keinen Einfluss auf das vereinbarte Heilpraktiker-Honorar. Der Honoraranspruch des Therapeuten ist vom Patienten unabhängig von jeglicher Versicherungs- und/oder Beihilfeleistung in voller Höhe zu begleichen.

Andere Kostenträger: Übernehmen andere Kostenträger (Jugendhilfe, Opferhilfe, etc.) die Kosten der Behandlung, erfolgt die Abrechnung mit dem jeweiligen Kostenträger direkt. Der zeitliche Bezug (50/45 Minuten bleibt jedoch bestehen).

4. Ausfallhonorar

Bei nicht in Anspruch genommenen, fest vereinbarten Behandlungsterminen schuldet der Patient dem Therapeuten das Honorar in voller Höhe. Die vorstehende Zahlungsverpflichtung tritt nicht ein, wenn der Patient mindestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin absagt und bei unvorhergesehener plötzlicher Erkrankung.

5. Weitere Hinweise
a) Heilpraktiker für Psychotherapie dürfen weder verschreibungspflichtige Medikamente verordnen noch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen.
b) Die behandlungsrelevanten persönlichen Angaben und medizinischen Befunde des Patienten werden in einer Patientenkartei erhoben und gespeichert.
c) Die Patientin/der Patient wird darauf hingewiesen, dass die Behandlung eine ärztliche Therapie nicht vollständig ersetzen kann. Sofern ärztliche Rat erforderlich ist, wird der Therapeut dies der Patientin/dem Patienten unverzüglich mitteilen.
d) Der/die Patient/in wurde darüber aufgeklärt, dass Psychotherapie keine körperliche Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt ersetzt. Bei diesbezüglichen Beschwerden ist der Patient aufgefordert, sich in die Behandlung eines Arztes zu begeben.