Zentrum für Kindesentwicklung und Familientherapie

Therapie und Supervision
 

Kosten und Anträge

Hilfe zur Erziehung 

§ 27 Kinder und Jugendhilfegesetz (KJHG)

Die Hilfen gem. §27 KJHG stellen den zentralen Bestandteil der Jugendhilfe dar. Unter "Hilfen zur Erziehung" sind all jene Hilfen zu verstehen, die Eltern, Kinder und Jugendliche befähigen, selbständig und eigenverantwortlich und eine dem Wohl des Kindes/ des Jugendlichen entsprechende Erziehung zu gewährleisten und zu genießen. Darüber hinaus besteht die wichtige Aufgabe der Jugendhilfe darin, familiäre Bedingungen durch Begleitung, Beratung und Unterstützung so zu verändern, dass mögliche Benachteiligungen sozialer Art vermieden oder abgebaut werden und die individuelle soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gefördert wird.

Beteiligung und Hilfeplan

Unter Einbeziehung der Beteiligten und Beachtung des sozialen Umfeldes ist über die genauer Art und den Umfang der Erziehungshilfe gemeinsam zu beraten. Um gewisse Verbindlichkeit, erzieherische Wirkung und Akzeptanz von erarbeiteten Erziehungszielen zu erreichen ist ein Hilfeplan aufzustellen, der die Mitwirkung der Betroffenen sichert und gewährleistet. Bei der Suche nach einer geeigneten Hilfeform oder eines passenden Angebotes sind die Wünsche der Betroffenen zu berücksichtigen (§ 5 KJHG). Außerdem sind bestimmte Grundrichtungen der bisherigen und gewünschten Erziehung durch die leiblichen Eltern zu berücksichtigen (§ 9 KJHG). Und ganz wesentlich: Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihres Alters und des Entwicklungsstandes an den Entscheidungen die Erziehungshilfe betreffend zu beteiligen (§ 8 KJHG).

Hilfeformen

Der § 27 KJHG ist die Ausgangsbestimmung für die Aufzählung verschiedenster ambulanter, Erziehungshilfen im Gesetz. Er besagt darüber hinaus, dass diese Aufzählung nicht vollständig ist. Damit ist der Kreativität der Jugendhilfe in der Entwicklung bedarfsorientierter Angebote, auch im Einzelfall, Spielraum gelassen

Des weiteren besteht auch die Möglichkeit, über §35 a KJHG Hilfe zu bekommen:

Übernahme der Kosten durch das Jugendamt

Gem. §35 a KJHG hat das Kind und der Jugendliche einen Anspruch auf Hilfe, sofern er seelisch behindert oder von einer seelischen Behinderung bedroht ist. Die Bezeichnung „seelisch behindert“ ergibt sich rein aus der Abgrenzung zum Bundessozialhilfegesetz (BSHG), dass nur eine körperliche und geistige Behinderung anerkennt.

Aufgrund kommunaler und regionaler Unterschiede verlangen einige Jugendämter den Nachweis gem. §35a KJHG durch einen niedergelassenen Kinder– und Jugendpsychiater oder durch eine Vorstellung des Kindes im Gesundheitsamt.

Übername der Kosen durch die Krankenkasse

In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Therapie nicht. Zur Zeit befinden wir uns aber mit einigen Krankenkassen in Verhandlung mit dem Ziel, dass die Kosten übernommen werden können.
Wir hoffen daher, diese Seite in Kürze mit einem positiven Ergebnis aktualisieren zu können. Sprechen Sie uns jedoch gerne an. In Einzelfällen übernehmen bereits jetzt die Kassen die Kosten für die Therapie von Kinder.
Eine Übernahme der Kosten durch die Privaten Krankenassen oder private Krankenzusatzversicherungen ist nach dem Heilpraktikergesetz (HPG) aber möglich

-- Bitte sprechen Sie uns an, wir beraten sie gerne --

Selbstzahler

Die Kosten je Therapieeinheit belaufen sich auf 60.– Euro.
Eine Einheit dauert für Kinder 45 Minuten für Erwachsene und Paare 50 Minuten.